Es gurgelt klein aber fein oder Totgesagte leben länger!

Wie das Gurgler-Abenteuer begann …

1992 haben sich einige junge Wilde zusammengetan und eine neue Gugge gegründet. Extrem-Gurgler war der Name, „Sugus“ das erste Kostüm und 17 Personen die Mitgliederzahl. Die Extrem-Gurgler haben rasch die Vorzüge einer übersichtlichen Mitgliederzahl erkannt: Die Gugge konnte bei „Hudu-Wätter“ drinnen in den Beizen spielen und die sitzenden Fasnächtler mit ihrer Musik-Darbietung verzücken. Hinzu kam, dass sich bei den Extrem-Gurglern viele gute Musiker zusammenfanden, welche den Ehrgeiz und die Musse hatten, hochstehende Musikstücke für die Gugge umzuschreiben. Und so kam es, dass sich die Extrem-Gurgler rasch einen Namen machten als „kleine aber feine Beize-Gugge“.

Heute sind es zwar mehr als 17 Mitglieder, allerdings hebt sich der Musikstil der Gurgler noch immer von der einer klassischen Strassengugge ab. Alle Lieder werden mehrstimmig gespielt und oft überrascht ein Posaunen- oder Barisax-Solo die Zuhörer.

…welche Highlights folgten…

Wie so manche Gugge haben auch die Extrem-Gurgler bessere und weniger bessere Zeiten erlebt. Mitglieder kamen und gingen, Musikstücke wurden einstudiert und nach einer Saison wieder verworfen, das Depot im Coconuts-Keller musste irgendwann einer Überbauung weichen. Aber die Extrem-Gurgler haben allem Stand gehalten und in den vergangenen Jahre wurden so einige Highlights erlebt: die Fasnacht 1997, als sich die Gurgler in den damals sehr bekannten Telekom-Kostümen präsentierten. Weiter fielen sie auch 2002 auf als rosarote Panther. Legendär das Kostüm „Aschenbrödel“ im Jahr 2005, als die Extrem-Gurgler ihre schöne Kutsche gar nicht aus der Markthalle fahren konnten, weil der unerwartete Schneefall über Nacht die LFG zur Absage des Umzugs gezwungen hat. Oder das Kostüm im Jahr 2008, da kletteten sich die Gurgler zu einem grossen Tatzelwurm zusammen. Zum 20ig jährigen Jubiläum waren die Gurgler als Maya auf den Gassen und in den Beizen von Langenthal unterwegs. Und auch Kostüm-Revivals kamen vor. Weil die Gurgler von ihrem Kostüm Ueli der Knecht aus dem Jahr 2013 so begeistert waren, gab es im 2015 eine Version 2.0 unter dem Motto Ueli der Pächter. Blättert man in der Vergangenheit findet sich jedes Jahr ein gurglerischer Höhepunkt. Sei dies die zweimalige Teilnahme an der Fête du Soleil in Lausanne, der alljährliche Katerbummel organisiert durch unsere Neulinge oder das legendäre Skiweekend in Grindelwald.

In den vergangenen Jahren haben die Gurgler mit dem Extrem-Gurgler-Lotto im Winter eine neue Tradition ins Leben gerufen und sorgen auch ausserhalb der Fasnachtszeit für ein gemütliches Zusammensein mit anderen Guggegspänli.

Die Gurgler wären nicht die Gurgler, wenn nicht öfter mal was Neues passiert. Da der Fasnachts-Freitag den Gurglern etwas zu langweilig erschien, wurde kurzerhand ein neuer Event geschaffen. Unter dem Motto „Warm-Up“ stieg im 2018 die erste Fasnachtssause für alle aktiven Fasnächtler.

…wie die Geschichte weiter geht…

Tot gesagte leben länger – während jedes Jahr wieder neue Gerüchte aufkommen, dass die Extrem-Gurgler ihre letzte Fasnacht hätten, weil die Mitglieder dahin schwinden, sind die Gurgler längst am Vorbereiten des nächsten Kostüms und Einspielen der neuen Lieder. Eine Fasnacht ohne Gurgler im James, das wäre wie eine Fasnacht ohne Konfetti auf den Strassen!

Und so findet man heute die Extrem-Gurgler während der Fasnacht nach den offiziellen Auftritten hinter dem Hüsler Näscht – Diego Imperiale hat die Gurgler freundlich bei sich aufgenommen und stellt Jahr für Jahr Räumlichkeiten fürs Schminken und als Instrumenten-Depot zur Verfügung.